
Die Außenwand bietet viel Gesprächsstoff, der oft in die falsche Richtung geht. Das Baugrundstück hat nun mal mit seiner Lage Einfluss auf die Außenwand. Der Hausbau ist als Einheit zusehen und nicht nur die Außenwand. Die in Grafik 1 dargestellten Klimazonen sind zu beachten.




Kosten der Außenwand im Unterhalt.
Man geht bei einem Wärmedämmsystem von 22.723 € an Kosten aus. Dazu kommen aber noch Kosten für den Unterhalt. Die bei einer technischen Lebensdauer von 50 Jahren bei ca. 14.766 € liegen. Die Kosten der Vorhangfassade liegen bei 32.156 €. Diese Kosten sind einmalig da keine Unterhalt anfällt. Für eine gute Wirtschaftlichkeit ist die Wand der Außenwand besonders relevant. Die Wand muss gute Dämmung aufweisen und sollte Energie (Wärme) speichern. Das ist der Grundgedanke für eine vernünftige Bauweise. Mit Dämmung von 20 cm und mehr ist es nicht getan. Das Thema Wärme im Haus birgt eine Menge an Diskussion. Das liegt daran, dass die Kosten sehr hoch sind und im Entwurf nicht berücksichtigt werden.
Die Feuchte in der Außenwand.
Was belegt ist, ist die Tatsache, dass 12 % aller Bauschäden auf Feuchtigkeit zurück zu führen sind. Übrigens, die Außenwand ist dabei besonders anfällig. Das Beispiel: Der Dämmziegel liegt beim Diffusionswiderstand zwischen 5 und 20. Styropor hat einen Widerstand von 30 bis 70. Je kleiner die Zahl, desto mehr Wasserdampf wandert durch den Baustoff. Kondensation ist aber der Todfeind jeder Dämmung. Denn feuchte Dämmstoffe dämmen nicht. Ich kann das Klima nicht retten, indem ich fordere zu dämmen und nochmals zu dämmen, damit ist es nicht getan. Denn der Dämmstoff braucht zur Herstellung ebenfalls Energie. Weiter sind einige Dämmstoffe reine Erdölprodukte.
Die graue Energie.
Die Photovoltaikanlage hat 70 Gramm CO pro kWh für die Herstellung laut Weltklimarat. Diese 70 Gramm sind für Dachanlagen ermittelt worden. Das Atomkraftwerk kommt auf 12 Gramm pro kWh erzeugtem Strom. Die Windkraft kommt auf 88 Gramm pro kWh. Kommt nun der deutsche Strommix dazu, weil der Solarstrom nicht verbraucht wird, steigt der CO2 Fußabdruck der Anlage auf 140 Gramm pro kWh. Bei der Wirtschaftlichkeit sollte man stets auch die Außenwand mit berücksichtigen. Sie haben es also in der Hand. Es sind umfangreiche Überlegungen erforderlich, um die Wirtschaftlichkeit und Klimaneutralität zu erreichen.
Die Lebensdauer und die Wirtschaftlichkeit.
Die Wirtschaftlichkeit einer Energiesparmaßnahme ist abhänig von der Lebensdauer des Bauteils. In dieser Berechnung werden neben der Instandhaltung und Neuanschaffung auch die Zinsen berücksichtigt. Diese Ausgaben müssen dann durch die Einsparung an Energiekosten innerhalb der Lebensdauer gedeckt sein. Die EU will ab 2030 das klimaneutrale Bauen für Neubauten einführen. Denken Sie daran: Außenwand und Lebensdauer hängen oft zusammen. Wenn Sie also einen Neubau planen, sollten Sie sich mit dem Gedanken der Klimaneutralität und Wirtschaftlichkeit vertraut machen.
Die Instandhaltung.
Nachdem Ihr Haus gebaut oder saniert ist, beginnen die Kosten der Instandhaltung. Entsprechend dem verbauten Material können Kosten von 10 bis 30 % der Herstellungskosten anfallen. Instandhaltungsmaßnahmen betreffen häufig die Außenwand, und diese Kosten fallen über einen Zeitraum von 50 Jahren an.
Zusammenfassung:
- Die Außenwand ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und sollte gute Dämmung aufweisen, um Wärme zu speichern.
- Instandhaltungskosten betragen 10 bis 30 % der Herstellungskosten über 50 Jahre, zusätzlich zu den initialen Baukosten.
- Feuchte im Baustoff kann Bauschäden verursachen; Kondensation ist der Feind jeder Dämmung.
- Graue Energie und CO2-Emissionen müssen bei der Planung von Energiesparmaßnahmen berücksichtigt werden.
- Die EU plant ab 2030 klimaneutrales Bauen für Neubauten, was für zukünftige Bauvorhaben wichtig ist.